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Klaus Mann - Biografie - Lebenslauf eines leider viel zu kurzen Lebens
Klaus Mann 18.11.1906 – 21.05.1949
(Klaus Heinrich Thomas Mann)
Schriftsteller
Biografie eines spannenden und leider viel zu kurzen Lebens:
Am 18. November 1906 Jahres wird Klaus Mann geboren. Er ist der Sohn des Schriftstellers Thomas Mann und dessen Frau Katia (geb. Pringsheim). Der Geburtsort von Klaus Mann ist München, die Stadt mit der Klaus Mann sein Leben lang geistig verbunden blieb, auch wenn Klaus Mann nicht sein Leben dort verbrachte. Klaus Mann war das zweite Kind vonThomas und Katia Mann. Seine ältere Schwester, Erika Mann, sollte eine seiner engsten Vertrauten werden.
Der Vater von Klaus Mann, Thomas Mann, hatte Katia Pringsheim, eine Tochter aus der vermögenden Münchner Gesellschaft geheiratet. Mit seinem Roman „Die Buddenbrooks" gelang Thomas Mann sein erster literarischer Erfolg.
Im Jahr 1910 zog die Familie von Klaus Mann in die Mauerkircherstraße 13 in München – Bogenhausen. Dort lebte die Familie Mann für vier Jahre, bis sieim Jahre 1914 ihre Villa in der Poschingerstraße 1 am Herzogpark in München einzog.
Klaus Mann und seine Schwester Erika Mann besuchen von 1912 bis 1914 das Institut von Ernestine Ebermayer. Es handelt sich hierbei um eine Privatschule. Danach gehen Klaus Mann und seine Schwester für zwei Jahre auf die Bogenhausener Volksschule. Ricki Hallgarten, der einer jüdischen Intellektuellenfamilie entstammte, lebte in unmittelbarer Nachbarschaft zu Klaus Mann.
Klaus Mann gründet mit Ricki und Erika im Jahr 1919 den Laienbund deutscher Mimiker. Zu diesem Zeitpunkt war Klaus Mann gerade einmal 13 Jahre alt.
Klaus Mann wechselte nach Abschluss der Grundschule auf das Wilhelmsgymnasium in München. Gemeinsam mit seiner Schwester Erika Mann besuchte Klaus Mann von April bis Juli 1922 die Bergschule Hochwaldhausen im Vogelsberg. Diese lag in der Nähe von Fulda.
Von September 1922 bis Juni 1923 wurde Klaus Mann in der Odenwaldschule in Oberhambach unterrichtet. Das Prinzip ging nach der Reformpädagogik des Reformpädagogen Paul Geheeb. Klaus Mann verließ das Institut auf eigenen Wunsch. Er verfolgte ein anderes Ziel. Klaus Mann wollte publizieren und für Zeitungen und Zeitschriften tätig werden. Es besteht aber auch die Möglichkeit, dass Klaus Mann die Schule deshalb verlässt, weil er sich in einen Mitschüler verliebte.
Klaus Mann zog wieder in seinem Elternhaus ein. Er erhielt Privatunterricht, um sich auf das Abitur vorzubereiten. Anfang 1924 bricht Klaus Mann diesen Unterricht allerdings ab. Im Juni verlobt sich Klaus Mann mit Pamela Wedekind, der Tochter des bekannten Schriftstellers Frank Wedekind (Frühlingserwachen). Pamela lernte er ein Jahr zuvor bei seinem Onkel Heinrich Mann kennen. Im September zieht das junge Paar nach Berlin. Klaus Mann arbeitet hier als Theaterkritiker. Er beginnt mit Veröffentlichungen von Kurzgeschichten in Zeitungen und Zeitschriften. In Berlin, in der Metropole der Goldenen Zwanziger nimmt Klaus Mann ausgiebig am ausschweifenden Nachtleben, insbesondere an der Homosexuellenszene teil. Einige seiner Romane werden dadurch beeinflusst.
Sein Buch Der fromme Tanz aus dem Jahre 1925 ist einer der ersten publizierten Homosexuellen-Romane in der deutschen Literatur. Klaus Mann bekennt sich in seinem Stück Der fromme Tanz öffentlich zu seiner Homosexualität, obgleich sie in der Weimarer Republik laut §175 des Reichsstrafgesetzbuchs unter Strafe steht.
Sein Vater veröffentlicht nach Erscheinen von Der fromme Tanz einen Essay über die Ehe, in dem er die Homoerotik als Widersinn und Fluch bezeichnet, obwohl Thomas Mann, wie in den späteren Jahren seines Lebens immer deutlicher wird, durchaus in seiner eigenen Person zur Homosexualität neigte. Thomas Mann ist vor dieser Veranlagung Zeit seines Lebens davongelaufen.
Klaus Manns Drama Anja und Esther erscheint ebenfalls 1925. Die Premieren finden am 20. Oktober 1925 in München und am 22. Oktober 1925 an den Hamburger Kammerspielen statt. Die Öffentlichkeit wertet das Stück als Skandal schlechthin, da es die lesbische Liebe zweier Frauen zum Thema hat.
Zusammen mit seiner Verlobten Pamela Wedekind, seiner Schwester Erika Mann und deren Verlobtem Gustaf Gründgens tritt er in der Hamburger Uraufführungvon Anja und Esther auf. Bekanntheit erhält das Stück vor allem, oder höchstwahrscheinlich nur durch den Auftritt der Dichterkinder. (Klaus Mann und Erika Mann) Die von Klaus Mann, Erika Mann, Pamela Wedekind und Gustav Gründgens ins Leben gerufene Theatergruppe existiert bis ins Jahr 1928.
Klaus Mann unternimmt in dieser Zeitspanne seine erste größere Auslandsreise. Sie führt ihn nach England, Paris, Marseille, Tunesien, Palermo, Neapel und Rom.
Am 24. Juli 1926 heiratet Erika Mann Gustaf Gründgens. Weder die Ehe von Erika Mann mit Gustaf Gründgens, noch die Ehe von Klaus Mann mit Pamela Wedekind sind ernst zu nehmen. Vielmehr handelt es sich bei diesen Ehen um eines von vielen Experimenten, die Erika Mann und Klaus Mann im Laufe ihres Lebens starteten, um zu wissen, wie es sich anfühlt.
Am 21. April 1927 wird Klaus Manns Komödie Revue zu Vieren in Leipzig uraufgeführt. Klaus Mann schrieb das Stück für das bestehende Theaterensemble von Klaus Mann, Erika Mann, Pamela Wedekind und Gustaf Gründgens. Regie bei dem Stück führte übrigens Gustaf Gründgens. Mit diesem Stück gingen Klaus Mann und das Ensemble auf Tournee.
1927 veröffentlicht Klaus Mann die Weisheiten und Erlebnisse, die er während seinen Reisen machte in dem Essay Heute und Morgen. Zur Situation des jungen geistigen Europas.
In den Jahren 1927 bis 1928 unternimmt Klaus Mann mit seiner Schwester Erika Mann eine achtmonatige Weltreise. Die beiden, die eine enge Beziehung miteinander verband, treten bei Vorstellungen unter dem Titel: The Literary Mann-Twins auf. Unter dem Titel: Rundherum. Das Abenteuer einer Weltreise geht ihr humoristischer Bericht in Druck und damit an die Weltöffentlichkeit.
1928 reist Klaus Mann viele Kilometer. Er hält sich unregelmäßig regelmäßig in Paris auf, wo er mit Jean Cocteau und André Gide Bekanntschaft macht. Zweiterer sollte ein sehr guter und treuer Freund von ihm werden.
1929 erscheint von Klaus Mann der Roman Alexander, Roman der Utopie. In diesem Roman versetzt sich Klaus Mann in das Leben von Alexander dem Großen und rekonstruiert seine Laufbahn vom Anfang bis zum Ende.
Am 09. Januar 1929 lässt sich die Erika Mann, die Schwester von Klaus Mann, von Gustaf Gründgens scheiden. Im darauf folgenden Jahr unternehmen Klaus Mann und seine Schwester Erika Mann eine Reise nach Nordafrika.
Schon 1932 bringt Klaus Mann mit Kind dieser Zeit seine erste Autobiografie an die Öffentlichkeit. Mit dem zweiten, im Jahr 1932 veröffentlichten Titel Treffpunkt im Unendlichen gibt er drei Hauptstränge in seinem Leben preis: Liebe, Drogen und Suizid.
Als Hitler, der bellende Hund, wie Klaus Mann ihn gerne nannte, zu Beginn des Jahres 1933 die Macht übernimmt, geht der Schriftsteller Klaus Mann ins Exil. Amsterdam, Zürich, Prag und Paris sind unter anderem seine europäischen Stationen während des zweiten Weltkrieges. Er versammelt sich mit den bedeutendsten Autoren der Exilzeit und erhält den Rang einer ihrer Repräsentanten. Klaus Mann ist von 1933 bis 1935 als Mitherausgeber der Emigrantenzeitschrift Die Sammlung in ständiger Bewegung. Diese Emigrantenzeitschrift erscheint unter Mithilfe des Querido-Verlages in Amsterdam. Die Monatsschrift erscheint unter dem Patronat von André Gide, Heinrich Mann und Aldous Huxley. Klaus Mann versucht eine einheitliche antifaschistische Front herbeizuführen, um das NS-Regime mit allen ihm möglichen Mitteln zu bekämpfen. Es gelingt ihm, Autoren der unterschiedlichsten politischen Richtungen zu gewinnen: Johannes R. Becher, Ernst Bloch, Bertolt Brecht, Albert Einstein, Leo Trotzki, Ernest Hemingway, Boris Pasternak, Joseph Roth, Walter Mehring, usw.. Leider ist die Nachfrage nach der Zeitung nicht besonders groß, sodass die Herausgabe schließlich und eingestellt wird.
Im Jahr 1933 flüchtet fast die gesamte Familie Mann zunächst ins nahe gelegene Ausland ins Exil. Für Klaus Mann, sowie für seine Geschwister ist der elterliche Wohnsitz in Sanary-sur-Mer (Südfrankreich) Bezugspunkt.
1934 wird Klaus Mann die deutsche Staatsbürgerschaft aberkannt.
Im Exil entsteht bis 1935 Klaus Manns Roman Symphonie Patéthique. Klaus Mann lässt in diesem Roman das Leben des weltberühmten Komponisten Peter Iljitsch Tschaikowsky neu auferstehen. Er identifiziert sich mit der Einsamkeit des Künstlers und lässt seine eigenen Erfahrungen, wie Homosexualität und seine ständig vorhandene Todessehnsucht mit ins Geschehen einfließen.
Von 1936 an unternimmt Klaus Mann USA-Reisen. Bei verschiedenen Etappen seiner Reise hält er Vorträge. Von 1936 – 1942 macht sich Klaus Mann in den USA einen Namen. Klaus Mann unterstützt die Bildung der Deutschen Volksfront, mit der Absicht, eine Einigung der Exilopposition herbeizuführen.
Sein Roman Mephisto erscheint im Querido-Verlag in Amsterdam. Bei der dargestellten Künstlerkarriere, die sehr stark der opportunistischen Karriere von Gustaf Gründgens ähnelt, zeigt Klaus Mann die Verstrickung der Intellektuellen und Künstler mit dem NS-Regime auf. 1937 nimmt Klaus Mann die tschechische Staatsbürgerschaft an. Sein Exil aus Deutschland und die Nazi-Diktatur machen ihm schwer zu schaffen. Von Mai – Juni 1937 unterwirft sich Klaus Mann einer Heroinentziehungskur in Budapest. Im September 1937 unternimmt er eine erneute Vortragsreise durch die USA.
Leider hat die erste Entziehungskur bei Klaus Mann nicht richtig gegriffen und er muss im April 1938 eine zweite Entziehungskur, dieses Mal in Zürich, über sich ergehen lassen.
Von Juni – Juli 1938 ist er zusammen mit seiner Schwester Erika Mann Presseberichterstatter für die US-Army auf der iberischen Halbinsel im Spanischen Bürgerkrieg. Trotz seiner grundsätzlich pazifistischen Haltung entscheidet er sich Pro für den bewaffneten Kampf der Republikaner.
Nach dem Münchner Abkommen wandert Klaus Mann in die USA aus. Klaus Mann hält sich dort häufig bei seinen ebenfalls emigrierten Eltern in Princeton auf.
1939 verlegt er seinen Roman Der Vulkan - Roman unter Emigranten. Klaus Mann zeichnet ein facettenreiches und keineswegs übertriebenes Bild der Exil-Schicksale. Klaus Mann konstruiert in seinem Skript episch seine Utopie des sozialistischen Humanismus als eine Ordnung, in der alle Platz hätten. Wenn er alle sagt, dann meint er vor allem auch Drogensüchtige, Homosexuelle und Anarchisten. Drei Erfahrungen in seinem Leben, mit denen er sich besonders stark identifiziert.
Gemeinsam mit seiner Schwester Erika Mann verfasst Klaus Mann das Buch Escape to Life. Neben der eigenen Familie beschreiben die Mann-Geschwister Einstein, Brecht, Carl Zuckmayer, Ernst Toller, Max Reinhardt und George Grosz. Das Buch entwickelt sich für Erika und Klaus zu einem großen publizistischen Erfolg.
In den Jahren 1941 – 1942 gibt Klaus Mann die avantgardistische Zeitschrift Decision heraus. Diese internationale Revue, in der politische, kulturelle und literarische Arbeiten und Aufsätze erscheinen bemüht sich, die Beziehungen zwischen der europäischen und amerikanischen Intellektuellen-/Künstlerwelt zu intensivieren.
1942 erscheint unter dem Titel The Turning Point (Thirty-five Years in this Century) seine zweite Autobiographie in englischer Sprache.
Klaus Manns Meldung zur US-Army ist ein politischer Entschluss. Mann will etwas gegen die Nazis unternehmen und entscheidet sich dazu, nun als Soldat gegen das NS-Regime zu kämpfen. Seine Einberufung in die Armee erfolgte erst nach mehrmaligem Drängen von seiner Seite. Ihm fehlte immer noch die amerikanische Staatsbürgerschaft.
Am 4. Januar 1943 beginnt sein Dienst in der Armee. Er durchläuft die Grundausbildung. Seinen Dienst absolviert er in verschiedenen Lagern in den USA. Seine Homosexualität ist er gezwungen zu verbergen, da Homosexuelle grundsätzlich nicht in die US-Army aufgenommen und dort auch nicht geduldet werden. Klaus Mann ist sehr befremdet über die Trennung der weißen und schwarzen Soldaten. Fast schockiert zeigt er sich über die Unkenntnis der GIs über das NS-Regime.
Seine Einbürgerung und sein militärischer Einsatz im Zweiten Weltkrieg verzögern sich immer wieder. Es sollen besondere Erkenntnisse gegen ihn vorliegen. Schon im Frühjahr 1940 denunzierte jemand Klaus Mann beim Federal Bureau of Investigation (FBI) als Homosexueller und Kommunist. Seit diesem Zeitpunkt wurde Klaus Mann bespitzelt. Am 25.September endlich erhält Klaus Mann die amerikanische Staatsbürgerschaft und darf mit einem Truppentransport die USA verlassen.
1944 – 1945 wird Klaus Mann im Mittelmeerraum, in Casablanca (Spanien) und in Italien, in der psychologischen Kriegsführung eingesetzt: Klaus Mann schreibt Flugblätter. Außerdem verfasst Klaus Mann Texte für Radiosender und Grabenlautsprecher, mit denen die gegnerischen Soldaten zur Aufgabe und zum Überlaufen aufgefordert werden.
Im Mai/Juni 1945 kehrt Klaus Mann als Korrespondent der Armeezeitung Stars and Stripes nach langer Zeit erstmals wieder nach Deutschland zurück.
Er besucht die ehemalige Villa seiner Eltern. Zwischenzeitlich wird sie für den Verein Lebensborn genutzt.
In seiner Aufgabe als US-Korrespondent wird Klaus Mann das Konzentrationslager Dachau gezeigt. Er ist als Reporter bei der Befragung Hermann Görings anwesend.
Im September 1945 wird Klaus Mann aus dem Armeedienst entlassen.
Ab 1946 wechselt Klaus Mann sehr häufig seinen Wohnsitz. Mehr oder weniger haust er nur mehr in Hotels. Er verbringt seine Zeit in Rom, Amsterdam, New York und Kalifornien.
Im Frühling 1949 zieht Klaus Mann nach Cannes in eine Pension. Er beabsichtigt an einem Roman mit dem Titel The Last Day zu arbeiten. Es handelt sich um seinen letzten Roman, der niemals zu einem Ende kam. Wieder stand das Thema Suizid im Vordergrund. Klaus Mann zerbrach an der Welt, da sie für ihn unvollkommen war. Zitat: „Ruhe gibt es nicht, biszum Schluss."
Häufigere Absagen von seinen Verlegern ließen in Klaus Mann mehr und mehr Selbstzweifel aufkommen. Er befürchtete als Autor nicht mehr gefragt zu sein. Seine Depressionen verstärkten sich zusehends. Nicht zuletzt wegen seiner schriftstellerischen Mißerfolge und finanziellen Schwierigkeiten begeht Klaus Mann einen Selbstmordversuch. Für kurze Zeit wird er Lektor im Bermann-Fischer / Querido-Verlag in Amsterdam.
Im Mai 1949 sah sich Klaus Mann gezwungen einige Tage in einer Klinik in Nizza zu verbringen, um eine Entziehungskur, beziehungsweise Entgiftung vonseinen Drogen zu machen. Die Depressionen, unter denen Klaus Mann sehr lange Zeit seines Lebens litt, wurden stärker und stärker.
Klaus Heinrich Thomas Mann sollte am 21. Mai 1949 zum letzten Mal einschlafen. Nach mehr oder weniger langem Kampf mit sich und seinem Leben stirbt Klaus Mann am 21. Mai 1949 in Cannes an einer Überdosis Schlaftabletten. An diesem Tag beging er mit einer Überdosis Schlaftabletten Selbstmord.
1952 erscheint die zweite Fassung von Klaus Manns Autobiografie auf Deutsch unter dem Titel Der Wendepunkt.
Klaus Manns Roman Mephisto darf im westlichen Nachkriegsdeutschland auf Betreiben der Nachkommen von Gustaf Gründgens nicht veröffentlicht werden. Erst 1956 erlaubt die DDR eine Neuauflage des Romans Mephisto von Klaus Mann.
1956 wird Klaus Manns Roman Mephisto in der DDR veröffentlicht.
Erst 1964 soll Mephisto endlich in der Bundesrepublik, und das im Rahmen einer Werksausgabe, erscheinen. Die Gründgens-Erben reichen wieder einmal dagegen Klage ein. Sie sehen die Persönlichkeitsrechte von Gustaf Gründgens angegriffen.
In einigen Verhandlungen, die in den Jahren 1965 – 1968 bis vor das Bundesverfassungsgericht gehen, wird die Veröffentlichung des Romans wieder verboten. Die Begründung lautet, dass eine Herausgabe erst dann erfolgen darf, wenn die Erinnerung an den Verstorbenen in den Hintergrund gerückt ist, was soviel heißen soll, wie dass Gustaf Gründgens in den Köpfen der Menschen nicht mehr präsent ist.
Der Rowohlt Taschenbuch Verlag bringt 1981 den Roman Mephisto von Klaus Mann heraus.
2010 Ralph Reichart
Literatur als Luxus

