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Arthur C. Clarke

Lebenslauf - Biografie Arthur C. Clarke

 

Arthur Charles Clarke wurde am 16.12.1917 in Minehead in England geboren. Seine Bücher veröffentlichte er unter dem Alias Arthur C.Clarke.
Des weiteren verwendete er die beiden Pseudonyme Charles Willies und E.G O`Brien.

Wie bereits oben erwähnt lag der Geburtsort von Arthur C. Clarke in Minehead, welches wiederum im Südwesten Englands in der Grafschaft Somerset liegt. Er besuchte hier die von 1927 - 1936 die Schule in Taunton Somerset. In dieser Zeit las er Werke von H. G. Wells und anderen namhaften Schriftstellern, z. Bsp.: Olaf Stapledon. Nach Beendigung seiner Schulzeit ging Arthur C. Clarke nach London. Hier arbeitete der junge Arthur C. Clarke fürs Erste im Staatsdienst. Aus irgendeinem Grund zog es Arthur C. Clarke zum Militär und er trat in die Royal Air Force ein. Er fungierte hier als Radaroffizier. Dies gab ihm die Möglichkeit im Jahre 1945 eine Studie zu veröffentlichen. Sie handelte von den Möglichkeiten der Satellitenkommunikation im geostationären Orbit.
Arthur C. Clarke trieb sein Forscherdrang weiter und er beschloss Mathematik und Physik zu studieren. Dieses tat Arthur C. Clarke dann auch, und zwar am Londoner King`s College.
Zwischen 1946 und 1953 übernahm er für ein paar Jahre mit Unterbrechungen den Vorsitz der British Interplanetary Society. Es war eine Gesellschaft, der er bereits seit dem Jahr 1934 angehörte. In der Öffentlichkeit hatte dieser Verein allerdings einen sehr umstrittenen Ruf und wurde mehr oder weniger als eine Ansammlung Exzentrikern und Spinnern angesehen. Diese sogenannten Spinner glaubten an die Weltraumfahrt und wurden deswegen belächelt. Doch wie heißt es doch so schön: Wer zuletzt lacht, lacht am besten!
Mit dem Veröffentlichen von Science-Fiction-Storys begann Arthur C. Clarke im Jahr 1937. Namhafte Geschichten sind zum Beispiel: Loophole, Rescue Party und sein erster Roman: Against the Fall of Night. Dieser Roman erschien 1948. Insgesamt schrieb er elf Jahre, also seit 1937, an diesem Roman. Die nochmals erweiterte Buchausgabe erschien endlich im Jahr 1958 auf den Markt. Der Titel: Die sieben Sonnen (The City and the Stars).
Im Jahr 1950 machte sich Arthur C. Clarke als freier Schriftsteller selbstständig. Nebenbei arbeitete er außerdem als Berater für diverse Projekte, wie z. Bsp. die Comicserie Dan Dare - Pilot of the Future.

Ab diesem Zeitpunkt und mit seinen nächsten Romanen gelang es ihm seinen kometenhaften Aufstieg als Science-Fiction-Autor voranzutreiben. Es folgten die Titel: Aufbruch zu den Sternen (Prelude to Space - 1951), Projekt Morgenröte (The Sands of Mars - 1951) und Inseln im All (Islands in the Sky - 1952).
Neben diesen berühmt gewordenen Romanen gilt es ein paar Kurzgeschichten zu erwähnen: Die neun Milliarden Namen Gottes (The Nine Billion Names of God - 1953) oder auch: Der Stern (The Star - 1955)

Im August 1953 erschien der erste wirkliche Bestseller von Arthur C. Clarke. Titel: Die letzte Generation (Childhood`s End - 1953). In diesem Roman gelingt es der Menschheit dank der Invasion von Außerirdischen einen evolutionären Sprung in ein höheres Entwicklungsstadium zu vollziehen.
Für manchen bestimmt überraschend zu lesen ist, dass Arthur C. Clarkes Interessen nicht nur dem Weltraum, sondern auch dem Meer galten. Nicht verwunderlich ist diese Leidenschaft allerdings, wenn man weiß, dass Arthur C. Clarke ein leidenschaftlicher Taucher war. Es entstand der Roman von Arthur C. Clarke mit dem Titel: In den Tiefen des Meeres (The Deep Range - 1954. In dieser Geschichte erzählt Arthur C. Clarke wie das Leben in einer Unterwasserfarm von statten gehen könnte.
Arthur C. Clarke fand neben fantastischen Titeln für seine Bücher auch eine fantastische Frau, Marilyn Torgenson, die er 1953 heiratete. Wo sonst, als beim Tauchen sollte die Leidenschaft zwischen beiden entstanden sein? Er verliebte sich in seine zukünftige Frau bei einer Tauchexkursion in Florida. Leider scheiterte die sehr kurze Ehe nach nur sechs Monaten und das alles was einst fantastisch an der Beziehung zwischen Arthur C. Clarke und Marilyn Torgenson war, verlor sich wieder in den Tiefen der Ozeane.

Arthur C. Clarke tauchte aber nicht nur in den Gewässern von Florida, sondern auch in denen Sri Lankas, welches damals noch den Namen Ceylon trug. Er verliebte sich in diese Insel und ließ sich dort ab dem Jahr 1956 für lange Jahre nieder. Er lebte in einem sehr großen Haus in Colombo. Einer seiner berühmtesten Gäste war Wernher von Braun, der ebenfalls sehr gerne tauchte.

In den sechziger Jahren erschienen nur sehr wenige Romane von Arthur C. Clarke. Zwei nennenswerte sind: Im Mondstaub versunken (A Fall of Moondust - 1961) und ein Roman für seine jugendlichen Leser: Die Delphininsel (Dolphin Island - 1963).
Arthur C. Clarke schrieb in dieser Zeit seines Lebens hauptsächlich wissenschaftliche Sachbücher über die Weltraumforschung und über die Meeresforschung.
Seine populärwissenschaftlichen Anstrengungen blieben nicht ohne Erfolg. Arthur C. Clarke wurde im Jahr 1962 mit dem Kalinga-Preis der UNESCO ausgezeichnet.

1964 begann für Arthur C. Clarke der internationale Durchbruch. Stanley Kubrik, ein Regisseur, stellte sich bei Arthur C. Clarke vor. Kubrik setzte sich in den Kopf mit Arthur C. Clarke einen Science-Fiction-Film zu drehen. Auf Anraten von Arthur C. Clarke sollte seine Kurzgeschichte: Der Wachtposten (The Sentinel - 1951) als Vorlage dienen.
1968 begannen dann die Arbeiten an: 2001- Odyssee im Weltraum (2001: A Space Odysse - 1968). Der Regisseur und der Autor wurde gemeinsam für diesen Film für den Oscar nominiert.
Arthur C. Clarke etablierte sich damit endgültig als Experte für Weltraum und Raumfahrt. Aus diesem Grund wurde ihm die Ehre zuteil in den Jahren 1969 bis 1971
Die Apollo Missionen 11, 12 und 15 auf CBS gemeinsam mit zwei anderen zu kommentieren.
Es folgten drei weitere Bestseller: Rendezvous mit 31/439 (Rendezvous mit Rama - 1973), Mackenzie kehrt zur Erde heim (Imperial Earth - 1975) und Fahrstuhl zu den Sternen (The Fountains of Paradise - 1979).

Nach einem Besuch in der Sowjetunion schrieb er den Roman Odyssee 2010 - Das Jahr, in dem wir Kontakt aufnehmen (2010: Odyssey Two • 1982), in dem ein russisch-amerikanisches Weltraumteam nach der verschollenen 2001-Expedition sucht. Das Buch wurde von Regisseur Peter Hyams als 2010 - Das Jahr, in dem wir Kontakt aufnehmen (2010 • USA 1984) verfilmt. Später setzte Clarke die Odyssey-Serie mit den Romanen 2061: Odyssee III (2061: Odyssey Three • 1988) und 3001 - Die letzte Odyssee (3001 - The Final Odyssey • 1997), den er gemeinsam mit Gentry Lee schrieb, fort.

In der Mitte der achtziger Jahre wurde klar, dass Arthur C. Clarke unter einer Nervenkrankheit litt. Mit dem Auftauchen dieser Krankheit trat er kaum noch in der Öffentlichkeit auf. Von diesem Zeitpunkt an konzentrierte sich Arthur C. Clarke ganz auf die Arbeit an seinen Büchern. Es entstehen weitere Titel: Das Lied der fernen Erde (The Songs of Distant Earth - 1985). Die Autobiographie Astounding Days (A Science Fictional Autobiography -1989). Leider bleibt es ihm aus gesundheitlichen Gründen immer mehr verwehrt seine Ideen auszuarbeiten. Er engagiert andere Autoren, um seine Einfälle auf einen Romanumfang zu bringen. Mit diesen Autoren schreibt er weitere Bücher: Rendezvous mit Übermorgen (Rama II - 1989), Die nächste Begegnung (The Garden of Rama - 1991) und Nodus (Rama Revealed - 1993). Arthur C. Clarke betreut sogar die Entwicklung des Rama-Computerspiels Rendezvous im Weltraum. Außerdem moderierte Clarke für den Discovery Channel verschiedene Fernsehreihen, die da wären: Arthur C. Clarke's World of Strange Powers (USA 1989), Arthur C. Clarke's Mysterious World (USA 1992) und Arthur C. Clarke's Mysterious Universe (USA 1994).

1988 wurde bei Arthur C. Clarke Kinderlähmung diagnostiziert, wodurch er später an einen Rollstuhl gebunden war. Im Jahr 1989 wurde Arthur C. Clarke als Commander of the Order of the British Empire ausgezeichnet. Im ausklingenden zwanzigsten Jahrhundert, also im Jahr 2000 wird Arthur C. Clarke in Anerkennung seines literarischen und wissenschaftlichen Schaffens als Knight Bachelor zum Ritter mit dem Titel „Sir" geschlagen. Da es ihm seine Gesundheit nicht erlaubte, zur Zeremonie nach England zu reisen, leitete der UK High Commissioner von Sri Lanka in Colombo die entsprechende Zeremonie.

Der Tsunami vom 26. Dezember 2004 zerstörte seine Tauchschule bei Hikkaduwa an der Südwestküste Sri Lankas, die aber wenig später wieder aufgebaut wurde.

Interessantes so nebenbei: Sowohl ein Asteroid (4923 Clarke), als auch eine Dinosaurierart (Serendipaceratops arthurcclarkei) wurden nach Arthur C. Clarke benannt. Clarke war Mitglied der britischen Skeptics Society, einer Gesellschaft zur Förderung von wissenschaftlichem und skeptischem Denken.

Clarke starb im März 2008 in einem Krankenhaus in Sri Lanka, wo er wegen Atemproblemen behandelt wurde.

 

© 2009 Ralph Reichart