Neuerscheinung - Februar 2009 - Bod - Books on Demand - Autorenwebsite - Autorenhomepage - Ralph Reichart
A alter Scheiß aus dem Regenbogen
A alter Scheiß aus dem Regenbogen
A alter Scheiß aus dem Regenbogen
Gedichte, die keiner will und die keinen interessieren.
Klappentext
A alter Scheiß halt...Wenige Buchstaben. Nur ein paar Worte. Oft beginnt etwas mit einem einzigen Wort. Aus einer Ansammlung verschiedener Worte ergibt sich ein Kontext. Worte entwickeln in der Fantasie des Lesers Gestalt. Kreative Gedanken dringen ins Unterbewusstsein und verändern die Seele und damit das Leben des Lesers. Mehr ist es nicht und doch ist es alles. Versinken Sie in Worten, die Bilder erzeugen. Versinken Sie in den Momenten, die da sind und trotzdem nicht real. Versinken Sie im Gedanken. Dann schauen Sie sich um. Am Ende vergessen Sie nicht zu leben.
- Paperback Ausgabe: 68 Seiten
- Verlag: Books on Demand; Auflage:2 (10. Februar 2009)
- Sprache: Deutsch
- ISBN-10: 3833491124
- ISBN-13: 978-3833491122
- Größe und/oder Gewicht: 21,6 x 15,4 x 1,2 cm
19,95 Euro
Books on Demand
ISBN 978-3-8334-9112-2, Paperback, 68 Seiten
Autorenwebsite Autorenhomepage Ralph Reichart Leseprobe Gedichte
Gedicht aus: "A alter Scheiß aus dem Regenbogen"
Farben …
Grün steht für Lauf des Lebens …
Sauerstoff wird produziert …
Blattgrün ist der Sinn des Strebens …
Damit der Kohlenstofforganismus nicht krepiert …
Gelb ist hell und gibt die Energie …
Für Aussicht ist gesorgt …
Der Strom der Sonne endet so schnell nie …
Doch steht hier immer die Prämisse – nur geborgt …
Blau ist freundlich und auch kalt …
Es gibt sich warm und oft auch kühl …
Atmosphäre mit ihren Gasen hat sich in sie verknallt …
Niemals zeigt sich irgendein Gefühl …
Rot ist der Inhalt der Sauerstoffzirkulation …
Stoppt das Herz, schlägt es nie wieder …
Meistens merkt der Besitzer nichts davon …
Geht der Träger auf den Boden nieder …
Violett steht für die Mischung …
Es ist am Überlegen und Nachdenken …
Innerhalb der Farben nicht unbedingt die Erfrischung …
Liebt sich selbst, ohne sich dabei zu verrenken …
Schwarz ist der dominante leere Raum …
Bringt Angst und Schrecken …
Definieren will es einer kaum …
Jeder verbindet es mit Nacht und Verrecken …
Weiß ist das Gefängnis der Dunkelheit …
Es macht Gesunde krank und Kranke tot …
Jeder Schatten vor seinem Auftauchen schreit …
Zum Glück verhindern ihre Konkurrenten die Not …
Orange ist die gute Kombination …
Hunger und Trinken sind seine Leidenschaft …
Es ist guter Laune und hebt die Bilder davon …
Die Schwachen schöpfen daraus ihre Kraft …
Rosarot ist die Schwester der Kreativität …
Lässt Fantasien erschöpfen und sprießen …
Leider ist sie meistens sehr spät …
Man muss nur die Augenlider schließen …
Braun ist der Spender der Säfte der Natur …
Irgendwann werden sich alle Farben bei ihm vereinen …
Es gibt der Vegetation ihre Kultur …
Die letzte Träne wird fließen und Schluss mit Weinen …
© 2007 Ralph Reichart
Autorenwebsite Autorenhomepage Ralph Reichart Leseprobe Gedichte
Gedicht aus: "A alter Scheiß aus dem Regenbogen"
Planeten…
Symphonien der Schöpfung kreisen ihre elyptischen Bahnen…
Energie in schier unendlichen Mengen…
Weit ins dunkle Leer schwenken sie ihre magnetischen Fahnen…
Verdrängt sie unregelmäßig aus ihren Rängen…
Ihre Kreisel drehen sich selbst rund und mit Macht…
Magnetische Strömungen und Protuberanzen…
In ferner Vergangenheit hat es oft untereinander gekracht…
Geben ihnen die Fähigkeit ihre Oberflächen zu verschanzen…
Ständig im Treiben sind ihre kontinentalen Platten…
Steinmassive und geborstene Furchen der Natur…
Falls sie welche haben oder jemals hatten…
Unterschiedlich ist jede existente Flur…
Ihr behäbiges Schleichen und Schwimmen…
Die Existenz ihrer Materie…
Tut stets der Gigant im Zentrum bestimmen…
Treibt durch die undefiniert unendliche Leere…
Es gibt keine Frage nach dem Sinn und dem Wozu…
Sie wissen nicht, dass sie sind oder gewesen sein werden…
Immer und Milliarden von Jahren sind sie allein und haben ihre Ruh…
Niemals kämen sie auf die Idee der Beschwerden…
Keine Gedankenkleckse stören ihre Reise und ihren Weg…
Konstant und immer im gleichen Tritt…
Nicht einmal der größte Langeweiler nennt sie schräg…
Folgen sie einfach ihrem inneren Frohsein mit…
Manchmal entstehen Kreaturen und Geschöpfe auf ihnen…
Stehlen alles, was sie zu tragen und zu verwerten in der Lage sind…
Aber mit denen lässt sich fast nie eine Zukunft verdienen…
Sie kommen und sie gehen so geschwind…
Keiner von ihnen hat sich selbst je die Frage gestellt…
Keine Erinnerung kein Vergessen…
Was bin ich in dieser Welt…
Irgendwann werden sie von ihrer Sonne gefressen…
Und doch sind sie Spender von Gefühl und Leben…
Vollkommen uneigenützig und voller Freuden…
Wenn auch vollkommen unbeabsichtig eben…
Sie wollen nicht, dass ihre Kinder leiden…
Der Kreis hat den Kreis geschlossen…
Hell wurde Licht und Licht wurde Ton…
Der erste Fisch kommt ans Land und verliert seine Flossen…
Und wer hat was davon?
© 2006 Ralph Reichart
Autorenwebsite Autorenhomepage Ralph Reichart Leseprobe Gedichte
Gedicht aus: "A alter Scheiß aus dem Regenbogen"
Die Fledermaus
Sie fliegt in der Nacht im schwarzen Licht…
Breitet ihre Saurierähnlichen Flügel aus…
Doch manchmal sieht sie den falschen Eingang nicht…
Und findet dann aus den verschlossenen Räumen nicht mehr hinaus…
Sie wendet sich im Flug sehr geschickt…
Mit der Orientierung hat sie hin und wieder ihre Not…
Manchmal ist sie trotzdem in Gardinen verstrickt…
Wenn man versäumt sie zu retten, dann ist sie tot…
Mit ihren Fingern hängt sie sich an Decken…
Sie lässt sich nicht in Bedrängnis bringen…
Um an sie ranzukommen muss man sich recken…
Bei Platzangst fängt sie an zu singen…
Sie jagt durch die Schwärze der Nacht…
Einige fürchten sich vor ihr…
Viele Insekten werden dabei umgebracht…
Dabei ist sie ein vollkommen harmloses Tier…
Mit ihrem Vampirblick aus längst vergangener Zeit…
Die übergroßen Ohren gespitzt im Flug…
Hält sie ihre Echowellen für koordinierten Flug bereit…
Bekommt sie der Orientierung genug…
Fängt sie im Hinabstürzen das Ungeziefer…
Mit Händen an den Füßen…
Fressen es mit Genuss ihre Kiefer…
Winkt sie beim Gleiten, als wollte sie grüßen…
Mit enormer Gewandtheit…
Schallwellen verteilt sie in der Luft…
Fliegt sie vorbei an der Wand eine Handbreit…
Des Tags kehrt sie heim in ihre ganz persönliche Gruft…
Das ist das Leben einer Fledermaus…
Ihre Jungen umsorgt sie ganz unbekümmert…
So geht es bei ihr Tag ein und Tag aus…
Für sie werden Motten zertrümmert…
Es gibt diese geheimnisumwitterten Tiere, so lange es die Natur will…
Der Mensch kommt und geht…
Ohne sie bleibt die Nacht genauso still…
Doch das Leben der Fledermaus besteht…
© 2007 Ralph Reichart